Der Defibrillator in der Praxis
Schritt 1 ·
Was du danach erklären kannst
Ein Gerät, das durch die Anwendung führt und trotzdem Unsicherheit auslöst. Was man wissen muss, sind vier Handgriffe — und die eine Regel, die alles andere überlagert.
„Was mache ich jetzt genau?“
Einschalten. Danach führt das Gerät durch alles Weitere — es ist genau dafür gebaut, von Ungeübten bedient zu werden.
Die vier Handgriffe
| Schritt | Was zu tun ist |
|---|---|
| 1 · Einschalten | Klappe öffnen oder Knopf drücken — danach folgt man den Ansagen |
| 2 · Elektroden aufkleben | Auf die entblößte Brust, wie auf den Elektroden abgebildet |
| 3 · Analyse abwarten | Niemand berührt den Patienten |
| 4 · Schock auslösen, wenn empfohlen | Und sofort weiter mit der Wiederbelebung |
Die Elektroden zeigen selbst, wohin sie gehören — auf jeder ist die Position abgebildet. Eine üblicherweise unterhalb des rechten Schlüsselbeins, die andere seitlich links unterhalb der Achsel.
Bei nasser oder verschwitzter Haut: kurz abtrocknen, sonst haften sie ebenfalls nicht.
Bei einem Herzschrittmacher — erkennbar an einer Erhebung unter der Haut: Die Elektrode nicht direkt darüber, sondern einige Zentimeter versetzt aufkleben.
Bei einem Wirkstoffpflaster an der Klebestelle: entfernen und die Haut abwischen.
Warum die Wiederbelebung weiterläuft
Die häufigste Fehlbedienung ist nicht ein falsch geklebtes Pad — sie ist die Pause. Nach dem Schock wird gewartet, ob der Patient reagiert. Das ist falsch: Unmittelbar nach dem Schock wird die Herzdruckmassage fortgesetzt, ohne auf eine Reaktion zu prüfen.
Der Grund ist, dass das Herz nach einem Schock Zeit braucht, um wieder auszuwerfen. Die Kompressionen überbrücken diese Zeit — eine Pause verschenkt sie.
| Wann unterbrochen wird | Wie lange |
|---|---|
| Für die Analyse | So kurz wie möglich, auf Ansage |
| Für den Schock | Nur für den Moment der Auslösung |
| Sonst | Gar nicht |
Regelmäßige Sichtkontrolle der Statusanzeige, Prüfung des Verfallsdatums der Elektroden und des Batteriezustands — nach Herstellervorgabe. Und die Einweisung des Personals, die für Medizinprodukte vorgeschrieben ist. Ein Gerät, das im Schrank steht und dessen Elektroden abgelaufen sind, hilft im Ernstfall nicht.
Drei Fragen
Während der Wiederbelebung wird ein Defibrillator gebracht. Welche Aussage trifft nicht zu?
Was tun, wenn die Elektroden nicht haften?
Kann man mit dem Gerät Schaden anrichten?
Das, was hängenbleiben soll
Quellen
- European Resuscitation Council Guidelines 2025, veröffentlicht im Oktober 2025 in Resuscitation, deutsche Übersetzung durch den Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) — einschließlich der Kapitel zu Basismaßnahmen und zum Einsatz automatisierter externer Defibrillatoren.Deckt ab: Einsatz automatisierter externer Defibrillatoren, Elektrodenplatzierung und Einbindung in die Basismaßnahmen
- Medizinprodukte-Betreiberverordnung — Anforderungen an Einweisung, Instandhaltung und Funktionsprüfung von Medizinprodukten, einschließlich Defibrillatoren und Sauerstoffgeräten.Deckt ab: Einweisung, Funktionsprüfung und Instandhaltung des Geräts
- Mathers FG: Notfallmedizin in der zahnärztlichen Praxis – Praxisbuch mit Checklisten, Algorithmen, Rechtsgrundlagen. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Zahnärzteverlag, Köln. ISBN 978-3-7691-3771-2 — Ausstattung, Organisation und Schulung.Deckt ab: Empfehlung zur Vorhaltung eines Defibrillators in der zahnärztlichen Praxis
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