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Für die Tage,
an denen du dir
nicht sicher warst
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Eine Lektion,
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Das ist keine Vorschau, sondern eine ganze Lektion aus dem Fachgebiet Chirurgie. Klick dich durch — es dauert sieben Minuten und du brauchst dich für nichts anzumelden.
Bisphosphonate — die Abklärung vor Therapiebeginn
Schritt 1 · Lernziel
Was du danach erklären kannst
Schritt 2 · Ausgangslage
Der Brief, der auf deinem Tisch landet
Solche Schreiben bekommst du im ersten Jahr regelmäßig, und sie sehen harmloser aus, als sie sind. Was du hier machst, entscheidet darüber, wie riskant die nächsten Jahre für diese Patientin werden.
Schritt 3 · Kernwissen
Warum ausgerechnet der Kiefer
Antiresorptiva hemmen die Osteoklasten und bremsen damit den Knochenumbau. Bei Osteoporose und bei Knochenmetastasen ist genau das erwünscht.
Der Kieferknochen ist dabei besonders exponiert: Er hat einen hohen Umbauumsatz, liegt nur unter dünner Mukosa und steht über den Parodontalspalt in dauerndem Kontakt mit der Mundflora.
Deshalb ist der Auslöser meist nicht das Medikament allein, sondern ein dentoalveolärer Eingriff oder ein schon bestehender entzündlicher Prozess.
- Bisphosphonate oral, etwa Alendronat oder Risedronat
- Bisphosphonate intravenös, etwa Zoledronat oder Pamidronat
- Denosumab, ein RANKL-Antikörper
- Antiangiogene Substanzen aus der Onkologie
Schritt 4 · Risiko einordnen
Osteoporose oder Onkologie — das ist die Frage
Bevor du irgendetwas planst, musst du wissen, warum das Medikament gegeben wird. Die beiden Indikationen liegen im Risiko weit auseinander.
Zahlen nach Taylor et al. 2013, zitiert in der S3-Leitlinie AR-ONJ mit Evidenzgrad III. Für die orale Therapie errechnete eine schwedische Auswertung eine Inzidenz von rund einem Fall pro 1.445 Patiententherapiejahren (Ulmner et al. 2014).
- Lange Therapiedauer und hohe kumulative Dosis
- Begleitende Kortikosteroidtherapie
- Diabetes mellitus und Rauchen
- Unzureichende Mundhygiene und unbehandelte parodontale Entzündung
- Druckstellen durch schlecht sitzenden Zahnersatz
- Eine bereits durchgemachte Kiefernekrose
Schritt 5 · Die Abklärung
Was du dir ansiehst
Tipp die Punkte an, wenn du wissen willst, warum sie draufstehen.
Schritt 6 · Das Zeitfenster
Wie viel Zeit du eigentlich hast
Das Positionspapier der AAOMS formuliert es deutlich: Wenn die Grunderkrankung es zulässt, soll der Beginn der antiresorptiven Therapie verschoben werden, bis der Zahnstatus saniert ist.
Und die Entscheidung über eine Verschiebung triffst nicht du. Sie liegt beim verordnenden Arzt. Deine Aufgabe ist es, Befund und geschätzten Zeitbedarf so zu übermitteln, dass er überhaupt entscheiden kann.
Schritt 7 · Selbstcheck
Zwei Fragen
Eine Patientin soll wegen Osteoporose orales Alendronat bekommen. Wie ordnest du ihr Risiko gegenüber einer hochdosierten intravenösen Gabe bei Knochenmetastasen ein?
Der Patient hat den ersten Zyklus bereits erhalten, ein Zahn ist nicht erhaltungswürdig. Was ändert sich dadurch?
Schritt 8 · Merksatz und Quellen
Das, was hängenbleiben soll
Quellen
- S3-Leitlinie „Antiresorptiva-assoziierte Kiefernekrosen (AR-ONJ)“, AWMF-Register-Nr. 007-091, Stand 12/2018. Federführung DGMKG, Koordination Grötz, Schiegnitz, Al-Nawas. Hinweis: Die Gültigkeit dieser Fassung ist abgelaufen, die Leitlinie befindet sich in Überarbeitung.
- Ruggiero SL, Dodson TB, Aghaloo T et al. American Association of Oral and Maxillofacial Surgeons‘ Position Paper on Medication-Related Osteonecrosis of the Jaws — 2022 Update. J Oral Maxillofac Surg 2022. DOI 10.1016/j.joms.2022.02.008
- S3-Leitlinie „Zahnimplantate bei medikamentöser Behandlung mit Knochenantiresorptiva“, AWMF-Register-Nr. 083-026 — für alles, was die implantologische Versorgung dieser Patienten betrifft.
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Auf die WartelisteLehrinhalt für die zahnmedizinische Aus- und Weiterbildung. Er gibt den Stand der genannten Quellen wieder und ersetzt keine eigenständige fachliche Beurteilung im Einzelfall.
Und so ist jede Lektion aufgebaut
Der Ansatz
Warum Lektionen
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Du musst dir keinen Abend freihalten
Eine Lektion dauert etwa so lang wie deine Fahrt zur Arbeit. Mehr Trick steckt nicht dahinter, und genau deshalb funktioniert es.
Du suchst dir aus, was dran ist
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Zum Nachschlagen
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Neben den Lektionen findest du Übersichten und Übungsmodule zum Wiederholen. Lehrmaterial für die Aus- und Weiterbildung, keine Handlungsanweisung für den Einzelfall.
AntibiotikaDosierung nach Gewicht Schritt für Schritt herleiten Übungsmodul💉LA-MaximaldosenHöchstmengen sicher berechnen Lernkarte🔬RöntgenindikationIndikation und Strahlenschutz Lernkarte🛡️AntibiotikaprophylaxeWann sie indiziert ist — und worauf sich das stützt Lernkarte🔁Recall-
IntervalleWoran sich der Abstand bemisst Lernkarte🩹WundheilungDie Phasen und was sie im Alltag bedeuten Nachschlagen🔤AbkürzungenAlles von der Karteikarte Nachschlagen🧱MateriallisteÜber 60 Materialien mit Eigenschaften und Einsatzbereich Nachschlagen📄BEMA
und GOZDie Positionen fürs erste Jahr Nachschlagen🔗Fach
linksLeitlinien und Register
Medikamentendatenbank
Medikamente
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Praxismedikamente mit Dosierungen und Kontraindikationen — und Patientenmedikamente mit ihrer zahnärztlichen Relevanz für die Behandlungsplanung. Klick dich durch, ein Eintrag pro Klasse ist offen.
Infiltration: 0,5–1,7 ml · Leitungsanästhesie: 1,7 ml · ILA: 0,2 ml pro Stelle · Maximaldosis: 7 mg/kg KG · bei 70 kg ≈ 8 Karpulen · immer aspirieren
Pulpa: 45–75 Min. · Weichgewebe: 2–4 Std. · Onset: 2–3 Min.
Epi 1:100.000 · max. Epi-Gesamtdosis 0,2 mg · verlängert Wirkung und reduziert Blutung
Schwangerschaft ab 2. Trimenon möglich · Kinder ab 4 Jahren: 5 mg/kg KG · Ältere: reduzierte Dosis
5 mg/kg KG · bei 20 kg Kind max. 100 mg = 1,5 Karpulen · langsam injizieren
- Schwere Herzrhythmusstörungen (AV-Block II/III, ventrikuläre Tachykardie)
- MAO-Hemmer → potenziert Epinephrin → hypertensive Krise
- Phäochromozytom · unkontrollierte Hyperthyreose
- Sulfonamidallergie → Kreuzreaktion möglich
- Betablocker → hypertone Reaktion möglich
- Trizyklische Antidepressiva → Epi-Potenzierung
- Engwinkelglaukom · dekompensierte Herzinsuffizienz
Betablocker → hypertone Reaktion · Trizyklika → Epi-Potenzierung · MAO-Hemmer → hypertensive Krise · Halothan-Narkose → Arrhythmiegefahr
Epi-KI → Mepivacain 3% ohne VK · Sulfonamidallergie → Mepivacain (andere Struktur) · Herzpatient → Articain 4% + Epi 1:200.000 oder Mepivacain
„Die Taubheit hält 2–4 Stunden an. Bitte nicht essen und keine heißen Getränke — Sie könnten sich verletzen, ohne es zu merken. Bei Herzrasen oder Schwindel sofort Bescheid geben.“
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischalten4 von 6 Einträgen dieser Klasse — der Rest kommt zum Start dazu.
Standard bei entzündlich bedingtem Zahnschmerz — wirkt über die COX-Hemmung zugleich gegen die Entzündung.
Ulkusanamnese, Nierenfunktion und Asthma erfragen · im 3. Trimenon kontraindiziert · unter Antikoagulation steigt das Blutungsrisiko
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenBei odontogenen Infektionen mit Ausbreitungstendenz — ersetzt aber nie Trepanation oder Drainage.
Penicillinallergie und Reaktionstyp erfragen · bei Mononukleose sehr häufig Exantheme · Kreuzreaktion mit Cephalosporinen möglich
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischalten5 von 6 Einträgen dieser Klasse — der Rest kommt zum Start dazu.
Erstes Medikament bei Anaphylaxie. Die Verzögerung bis zur Gabe ist der entscheidende Prognosefaktor.
Standort und Verfallsdatum im Notfallkoffer kennen · Applikationsweg beherrschen · Notruf immer parallel absetzen
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischalten5 von 6 Einträgen dieser Klasse — der Rest kommt zum Start dazu.
Für Angstpatienten und Kinder. Die Atemdepression ist die relevante Gefahr, nicht die Sedierungstiefe.
Überwachung und Begleitperson zwingend · Fahruntüchtigkeit besprechen und dokumentieren · Antagonist verfügbar halten
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenKurzzeitig nach chirurgischen Eingriffen und wenn mechanische Reinigung nicht möglich ist.
Anwendungsdauer begrenzen · Verfärbungen und Geschmacksstörungen vorher ankündigen · zeitlichen Abstand zur Zahnpasta einhalten
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenErhöhtes Blutungsrisiko bei allen invasiven Eingriffen. Extraktion unter Marcumar möglich — kein Absetzen bei INR unter 3,5. Lokale Hämostase entscheidend.
INR-Wert am OP-Tag erfragen oder messen · INR unter 3,5: Extraktion möglich mit lokaler Hämostase (Kompressen, Naht, Fibrinkleber) · INR über 3,5: Rücksprache mit Kardiologen · Kein Absetzen ohne Rücksprache — Thromboembolie-Risiko
Metronidazol → INR stark erhöht · Ibuprofen/NSAID → Blutungsrisiko erhöht · Clarithromycin, Azithromycin → INR erhöht · Paracetamol in hohen Dosen → INR erhöht
INR über 3,5 · großer chirurgischer Eingriff geplant · Patient nicht gut eingestellt · Unsicherheit über Bridging-Indikation
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenNichtselektive Betablocker können mit dem Epinephrin im Lokalanästhetikum interagieren — hypertone Reaktion mit Reflexbradykardie.
Epinephrinmenge begrenzen · Blutdruck vor und nach der Injektion kontrollieren · langsam und unter Aspiration injizieren
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenZeigt einen Typ-2-Diabetes an — und damit verzögerte Wundheilung, erhöhtes Parodontitisrisiko und größere Infektanfälligkeit.
HbA1c erfragen, bevor chirurgisch oder parodontal behandelt wird · Termine an die Mahlzeitenstruktur anpassen · in Monotherapie keine Hypoglykämiegefahr
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenDas Risiko einer Kiefernekrose ist niedriger als unter hochdosierter intravenöser Gabe — aber vorhanden.
Einnahmedauer und kumulative Dosis erfragen · vor dentoalveolären Eingriffen Risiko einschätzen · Rücksprache mit dem verordnenden Arzt · die ganze Lektion dazu findest du weiter oben auf dieser Seite
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenVerstärken die Wirkung des Vasokonstriktors im Lokalanästhetikum und verursachen ausgeprägte Mundtrockenheit.
Vasokonstriktormenge reduzieren · Blutdruck kontrollieren · wegen der Xerostomie engmaschigeren Recall vereinbaren
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenDie Gingivawucherung ist die klassische orale Nebenwirkung. Dazu kommt eine allgemein erhöhte Infektanfälligkeit und verzögerte Wundheilung.
Engmaschigen Recall und exzellente Mundhygiene vereinbaren · vor chirurgischen Eingriffen Rücksprache mit dem behandelnden Zentrum · Infektzeichen früh ernst nehmen
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenHinweis auf eine Schilddrüsenerkrankung. Kritisch wird es bei unbehandelter oder schlecht eingestellter Hyperthyreose — dann ist der Vasokonstriktor im Lokalanästhetikum ein Thema.
Nach der aktuellen Einstellung fragen · bei gut eingestellter Hypothyreose keine Besonderheiten · Einnahmeabstand zu Calcium- und Eisenpräparaten beachten
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenDie früher pauschal angenommene Abschwächung durch Antibiotika gilt heute als nicht belegt — nachgewiesen ist sie nur für Rifampicin und Rifabutin. Relevanter sind das erhöhte Alveolitisrisiko nach Extraktion und die stärkere Gingivitisneigung.
Aufklärung trotzdem dokumentieren, solange die Fachinformationen sie vorsehen · nach Extraktionen engmaschiger kontrollieren · bei Gingivitis auf hormonelle Mitursache hinweisen
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenEin Hinweis auf Reflux — und damit auf Erosionen, typischerweise palatinal an der Oberkieferfront. Die Ursache wird oft übersehen, weil der Patient sie nicht erwähnt.
Palatinalflächen gezielt untersuchen · nicht direkt nach einem Refluxereignis putzen lassen · Fluoridierung intensivieren und Verlaufsfotos anlegen
So sieht jeder der 70 Einträge aus.
Alle freischaltenAusschnitt aus der Medikamentendatenbank. Die Angaben folgen den jeweils genannten Leitlinien, dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen weder die Fachinformation noch die eigene fachliche Prüfung im Einzelfall.
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